© 2021 Stefan Lasch
1. LP Hans "Die Geige“ Wintoch Melodie & Rhythmus 02/1989 Autor:Stefan Lasch
HANS WINTOCH ist einer der wenigen Instrumentalisten unserer Rock - und Popszene, der bekannt ist, der Dank seines Namens HANS DIE GEIGE sofort zu identifizieren ist. Ganz so schwer wie Gitarristen oder Keyboarder hat er es allerdings auch nicht, denn Geiger, die ihr Instrument mit einem Tonabnehmer versehen und ihren Ton durch allerlei Effekte veredeln lassen, sind an den Fingern einer Hand abzuzählen. Wie es sich für einen ordentlichen Geiger gehört, liegt die erste Begegnung mit den vier Saiten in früher Kindheit. Bereits mit fünf Jahren musste der kleine HANS zur Musikschule und üben. Mit Sechzehn erfolgte dann der Aufstieg. Die Musikschule Weimar sollte seine neue Ausbildungsstätte werden. Doch wie das Leben so spielt, die E - Musik trat mehr und mehr in den Hintergrund, und nach drei Jahre Studium folgte der Wechsel zur U - Musik. HANS DIE GEIGE bekam einen Berufsausweis, ließ den hehren Hochschulbetrieb mit Bach und Beethoven hinter sich und begann seinen Weg durch zahlreiche Rock - und Popinstanzen. So spielte er zwischen 1975 und 1978 in der Sieghard - Schubert - Band. Die darauf folgenden Jahre gehörten einem eigen Projekt namens "Report", und seit 1982 reist er mehr oder weniger als Solist durch die Lande. Stationen wie "Reform" (1983), "Lift" (1984) oder Sessions mit "Engerling", "Electra" oder "Zenit" seien zur Vollständigkeit seiner musikalischen Entwicklung erwähnt. Ein Ereignis mag den künstlerischen Weg von HANS WINTOCH nachhaltig beeinflusst haben: das von DT-64 inszenierte Konzert "Die Geige in der Rockmusik". Er erhielt den Auftrag, ein Stück für dieses Konzert zu schreiben und unterstrich damit deutlich, das ihn eigentlich Bandkonzepte nur hindern bzw. nur bedingt seinen Intentionen entsprechen. HANS DIE GEIGE ist, obwohl er sich jederzeit vorzüglich in den Dienst einer Gruppe stellen kann, doch ein Solist, der am besten wirkt, wenn er allein auf der Bühne steht und sich seine musikalischen Partner vom Tonband zuspielen lässt oder lebendige Begleitmusiker hinter sich weiß. Folglich war sein Schritt weg vom Gruppen - Mitglied hin zum Solisten auch goldrichtig. Letztlich siegte der Individualist. Und das war gut so. Seit er mit eigener PA, einem Mixer, diversen Halbplaybacks und allein durch die Klubs und Veranstaltungen zieht, hat er mehr für seine Popularität getan als je zuvor. Sicherlich war dies auch eine Entwicklungsfrage und eine Frage der Zeit. Das er spielen kann fordert das Instrument. Lassen sich spielerische Schwächen auf anderen Instrumenten kaschieren, die Violine zwingt zum kontinuierlichen Üben, deckt Halbheiten sehr schnell auf. HANS WINTOCH beherrscht das Spiel mit Bogen und den vier Saiten, hat das Gespür für effektvolle Klangspielereien und wirkungsvolle Auftritte. Eigentlich passt das Instrument rein optisch gar nicht zu ihm. Meist in enges Leder gehüllt und mit auffälligem schulterlangem Haar, würde man ihm eher eine Heavy - Gitarre zuordnen als eine Geige. So fällt HANS WINTOCH in doppelter Hinsicht immer wieder auf. Er verkörpert einen knallharten Rocker und liefert Musik ab, die filigran ist, die modischen Klangmustern nun überhaupt nicht entspricht. Irgendwie passt es auch in seine Entwicklung, dass erst Ende 1988 eine Solo - LP veröffentlicht worden ist.
Sieben Kompositionen von WINTOCH selbst, von Sieghard Schubert und Michael Heubach, die das Konzept verdeutlichen, das HANS DIE GEIGE ausmacht: Computer und Keyboardsounds liefern das Fundament für jazzige Chorusse, für Ausflüge in die E-Musik, für charakteristische Geigen - Melodien. Sicherlich ist HANS WINTOCH nicht der Violinist, der experimentiert oder sich eindeutig auf eine stilistische Seite schlägt. Er bedient das, was man sich landläufig unter Geige in der Rockmusik vorstellt. Das macht er mit Konsequenz und Ausdauer. Er ist ein besessener Handwerker, der die Geige in unserem Land rockfähig gemacht hat und die Distanz, die der eine oder andere zu diesem Instrument hat, verkürzen hilft. Es gibt kaum einen Veranstalter, der HANS DIE GEIGE noch nicht gebucht hat. Erfolg beim Publikum ist garantiert. Seit er mit eigener PA, einem Mixer, diversen Halbplaybacks und allein durch die Klubs und Veranstaltungen zieht, hat er mehr für seine Popularität getan als je zuvor. Sicherlich war dies auch eine Entwicklungsfrage und eine Frage der Zeit. Das er spielen kann fordert das Instrument. Lassen sich spielerische Schwächen auf anderen Instrumenten kaschieren, die Violine zwingt zum kontinuierlichen Üben, deckt Halbheiten sehr schnell auf. HANS WINTOCH beherrscht das Spiel mit Bogen und den vier Saiten, hat das Gespür für effektvolle Klangspielereien und wirkungsvolle Auftritte. Eigentlich passt das Instrument rein optisch gar nicht zu ihm. Meist in enges Leder gehüllt und mit auffälligem schulterlangem Haar, würde man ihm eher eine Heavy - Gitarre zuordnen als eine Geige. So fällt HANS WINTOCH in doppelter Hinsicht immer wieder auf. Er verkörpert einen knallharten Rocker und liefert Musik ab, die filigran ist, die modischen Klangmustern nun überhaupt nicht entspricht. Irgendwie passt es auch in seine Entwicklung, dass erst Ende 1988 eine Solo - LP veröffentlicht worden ist. Sieben Kompositionen von WINTOCH selbst, von Sieghard Schubert und Michael Heubach, die das Konzept verdeutlichen, das HANS DIE GEIGE ausmacht: Computer und Keyboardsounds liefern das Fundament für jazzige Chorusse, für Ausflüge in die E-Musik, für charakteristische Geigen - Melodien. Sicherlich ist HANS WINTOCH nicht der Violinist, der experimentiert oder sich eindeutig auf eine stilistische Seite schlägt. Er bedient das, was man sich landläufig unter Geige in der Rockmusik vorstellt. Das macht er mit Konsequenz und Ausdauer. Er ist ein besessener Handwerker, der die Geige in unserem Land rockfähig gemacht hat und die Distanz, die der eine oder andere zu diesem Instrument hat, verkürzen hilft. Es gibt kaum einen Veranstalter, der HANS DIE GEIGE noch nicht gebucht hat. Erfolg beim Publikum ist garantiert. Bleibt nur zu hoffen, das er noch Zeit findet, um über neue Kompositionen und Arrangements nachzudenken. Da WINTOCH nun wirklich kein Einsteiger mehr ist, wird er wohl selbst am besten wissen, wie der Hase lang läuft.
1. LP Hans "Die Geige“ Wintoch Melodie & Rhythmus 02/1989 Autor:Stefan Lasch HANS WINTOCH ist einer der wenigen Instrumentalisten unserer Rock - und Popszene, der bekannt ist, der Dank seines Namens HANS DIE GEIGE sofort zu identifizieren ist. Ganz so schwer wie Gitarristen oder Keyboarder hat er es allerdings auch nicht, denn Geiger, die ihr Instrument mit einem Tonabnehmer versehen und ihren Ton durch allerlei Effekte veredeln lassen, sind an den Fingern einer Hand abzuzählen. Wie es sich für einen ordentlichen Geiger gehört, liegt die erste Begegnung mit den vier Saiten in früher Kindheit. Bereits mit fünf Jahren musste der kleine HANS zur Musikschule und üben. Mit Sechzehn erfolgte dann der Aufstieg. Die Musikschule Weimar sollte seine neue Ausbildungsstätte werden. Doch wie das Leben so spielt, die E - Musik trat mehr und mehr in den Hintergrund, und nach drei Jahre Studium folgte der Wechsel zur U - Musik. HANS DIE GEIGE bekam einen Berufsausweis, ließ den hehren Hochschulbetrieb mit Bach und Beethoven hinter sich und begann seinen Weg durch zahlreiche Rock - und Popinstanzen. So spielte er zwischen 1975 und 1978 in der Sieghard - Schubert - Band. Die darauf folgenden Jahre gehörten einem eigen Projekt namens "Report", und seit 1982 reist er mehr oder weniger als Solist durch die Lande. Stationen wie "Reform" (1983), "Lift" (1984) oder Sessions mit "Engerling", "Electra" oder "Zenit" seien zur Vollständigkeit seiner musikalischen Entwicklung erwähnt. Ein Ereignis mag den künstlerischen Weg von HANS WINTOCH nachhaltig beeinflusst haben: das von DT-64 inszenierte Konzert "Die Geige in der Rockmusik". Er erhielt den Auftrag, ein Stück für dieses Konzert zu schreiben und unterstrich damit deutlich, das ihn eigentlich Bandkonzepte nur hindern bzw. nur bedingt seinen Intentionen entsprechen. HANS DIE GEIGE ist, obwohl er sich jederzeit vorzüglich in den Dienst einer Gruppe stellen kann, doch ein Solist, der am besten wirkt, wenn er allein auf der Bühne steht und sich seine musikalischen Partner vom Tonband zuspielen lässt oder lebendige Begleitmusiker hinter sich weiß. Folglich war sein Schritt weg vom Gruppen - Mitglied hin zum Solisten auch goldrichtig. Letztlich siegte der Individualist. Und das war gut so. Seit er mit eigener PA, einem Mixer, diversen Halbplaybacks und allein durch die Klubs und Veranstaltungen zieht, hat er mehr für seine Popularität getan als je zuvor. Sicherlich war dies auch eine Entwicklungsfrage und eine Frage der Zeit. Das er spielen kann fordert das Instrument. Lassen sich spielerische Schwächen auf anderen Instrumenten kaschieren, die Violine zwingt zum kontinuierlichen Üben, deckt Halbheiten sehr schnell auf. HANS WINTOCH beherrscht das Spiel mit Bogen und den vier Saiten, hat das Gespür für effektvolle Klangspielereien und wirkungsvolle Auftritte. Eigentlich passt das Instrument rein optisch gar nicht zu ihm. Meist in enges Leder gehüllt und mit auffälligem schulterlangem Haar, würde man ihm eher eine Heavy - Gitarre zuordnen als eine Geige. So fällt HANS WINTOCH in doppelter Hinsicht immer wieder auf. Er verkörpert einen knallharten Rocker und liefert Musik ab, die filigran ist, die modischen Klangmustern nun überhaupt nicht entspricht. Irgendwie passt es auch in seine Entwicklung, dass erst Ende 1988 eine Solo - LP veröffentlicht worden ist. Sieben Kompositionen von WINTOCH selbst, von Sieghard Schubert und Michael Heubach, die das Konzept verdeutlichen, das HANS DIE GEIGE ausmacht: Computer und Keyboardsounds liefern das Fundament für jazzige Chorusse, für Ausflüge in die E-Musik, für charakteristische Geigen- Melodien. Sicherlich ist HANS WINTOCH nicht der Violinist, der experimentiert oder sich eindeutig auf eine stilistische Seite schlägt. Er bedient das, was man sich landläufig unter Geige in der Rockmusik vorstellt. Das macht er mit Konsequenz und Ausdauer. Er ist ein besessener Handwerker, der die Geige in unserem Land rockfähig gemacht hat und die Distanz, die der eine oder andere zu diesem Instrument hat, verkürzen hilft. Es gibt kaum einen Veranstalter, der HANS DIE GEIGE noch nicht gebucht hat. Erfolg beim Publikum ist garantiert. Seit er mit eigener PA, einem Mixer, diversen Halbplaybacks und allein durch die Klubs und Veranstaltungen zieht, hat er mehr für seine Popularität getan als je zuvor. Sicherlich war dies auch eine Entwicklungsfrage und eine Frage der Zeit. Das er spielen kann fordert das Instrument. Lassen sich spielerische Schwächen auf anderen Instrumenten kaschieren, die Violine zwingt zum kontinuierlichen Üben, deckt Halbheiten sehr schnell auf. HANS WINTOCH beherrscht das Spiel mit Bogen und den vier Saiten, hat das Gespür für effektvolle Klangspielereien und wirkungsvolle Auftritte. Eigentlich passt das Instrument rein optisch gar nicht zu ihm. Meist in enges Leder gehüllt und mit auffälligem schulterlangem Haar, würde man ihm eher eine Heavy - Gitarre zuordnen als eine Geige. So fällt HANS WINTOCH in doppelter Hinsicht immer wieder auf. Er verkörpert einen knallharten Rocker und liefert Musik ab, die filigran ist, die modischen Klangmustern nun überhaupt nicht entspricht. Irgendwie passt es auch in seine Entwicklung, dass erst Ende 1988 eine Solo - LP veröffentlicht worden ist. Sieben Kompositionen von WINTOCH selbst, von Sieghard Schubert und Michael Heubach, die das Konzept verdeutlichen, das HANS DIE GEIGE ausmacht: Computer und Keyboardsounds liefern das Fundament für jazzige Chorusse, für Ausflüge in die E-Musik, für charakteristische Geigen - Melodien. Sicherlich ist HANS WINTOCH nicht der Violinist, der experimentiert oder sich eindeutig auf eine stilistische Seite schlägt. Er bedient das, was man sich landläufig unter Geige in der Rockmusik vorstellt. Das macht er mit Konsequenz und Ausdauer. Er ist ein besessener Handwerker, der die Geige in unserem Land rockfähig gemacht hat und die Distanz, die der eine oder andere zu diesem Instrument hat, verkürzen hilft. Es gibt kaum einen Veranstalter, der HANS DIE GEIGE noch nicht gebucht hat. Erfolg beim Publikum ist garantiert. Bleibt nur zu hoffen, das er noch Zeit findet, um über neue Kompositionen und Arrangements nachzudenken. Da WINTOCH nun wirklich kein Einsteiger mehr ist, wird er wohl selbst am besten wissen, wie der Hase lang läuft.