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Die Stern Story (2) Melodie & Rhythmus 09/1988 Autor:Stefan Lasch
1975 erschienen auf einer Single „Söhnchen und „Hoch war der Berg. Zwei Jahre später folgte die 1.LP mit dem Titel „Stern Combo". Es war auch die Zeit der Wettbewerbe und Rhythmusaktionen (Veranstaltungen, in denen der Rundfunk kontinuierlich die interessantesten Gruppen zusammenfasste und mitschnitt). Von 1976 bis 1979 nahm STERN daran teil. 1976 gab es gleich zwei Silbermedaillen beim Interpretenwettbewerb in Karl-Marx-Stadt. Die eine war für „Poetisches Konzert Nr.1", das sie zusammen mit Annekathrin Bürger und Rolf Römer gestalteten, und die zweite für ihr Konzertprogramm mit Adaptionen. Bestechend damals das Sound– und Lichtkonzept. STERN MEIßEN führte als erste DDR-Band eine quadrophone Beschallung vor. Ein Jahr später gab es noch mal „Gold bei der Leistungsschau der Unterhaltungskunst und ein neues Bandmitglied: Werther Lohse fand zwischen 1978 und 1979 seine musikalische Heimstatt bei den Meißnern. In diesen Abschnitt der Bandgeschichte fällt auch die Aufführung des rocksinfonischen Werkes "Weißes Gold" jene Geschichte um den Porzellanerfinder Böttger. 1979 erschien gleichnamige LP, und noch im selben Jahr folgte STERNS dritte Langspielplatte „Der weite Weg". Weg mit der Combo (1979-1984) Es ist nahezu symptomatisch für die Schreier Band: Immer wenn sich eine Spielrichtung erschöpft hatte, alles ausprobiert schien oder ganz einfach etwas anderes modern wurde, stellte sich die Band darauf ein. Nach den Jahren zweigleisiger Arbeit entschied man sich für die kürzeren Songs, und aus dem Bandnamen wurde die "Combo" gestrichen. Neue Musiker kamen: Uwe Haßbecker (g, ab 1981), Peter Rasym (bg, ab 1980), Michael Behm (dr, voc ab 1979). STERN MEIßEN wurde Stammgast in den einschlägigen Rundfunkwertungssendungen und stellte mit Rasym, Kurzhals, Haßbecker die Musiker des Jahres. „Also was soll aus mir werden / Die Erde schweigt (1980); "Stundenschlag/ Leben möchte` ich (1982) wurden Hits. Martin Schreier fing an zu singen. Das war neu. Die Kritiker kritisierten, doch der Band bestätigte sich damit ihre Wandlungsfähigkeit. Es erschien das Konzeptalbum „Reise zum Mittelpunkt des Menschen (1981) und die 5. LP "Stundenschlag" (1982). Im gleichen Jahr gab es beim Dresdner Schlagerfestival einen 1.Preis, und Reinhard Fißler verließ STERN MEIßEN. Für viele war das unfassbar.
In einer UK-Kritik über die „Stundenschlag" – LP kann man nachlesen: " eins steht fest. Es fehlt ab jetzt eine Klangfarbe im Spektrum der DDR-Rockmusik Ein bisher nicht erfüllter Anspruch wurde zurückgenommen und reduziert auf eine musikalisch belanglose Ebene, so zwischen Disco-Jazz-Funky usw." Martin aber folgte seiner Linie:" Wenn etwas zur Gewohnheit wird, dann muss man anfangen, nachzudenken“ . 1982 - Schreier-Sturzflug oder "Joker Ralph kommt (1984 - ?) Es ereignete sich gegen Mitternacht im Musikantenklub der 83er FDJ-Werkstattwoche Tanzmusik. Die Hallenser Band "Joker" zog alle in Suhl anwesenden Musiker in ihren Bann. STERN MEIßEN Chef Schreier stand auch dabei und sprach zwischendurch mit dem Sänger der Band. Am nächsten tag war es rum: "Der Schreier kauft Ralph Schmidt ein. Das ist der Untergang von STERN MEIßEN. Der passt doch gar nicht dazu …." Es wurde orakelt, geargwöhnt, gelächelt. Dem Spott folgte bald das Eingeständnis: "Schreier hat wieder mal den richtigen Riecher gehabt." Die Band hatte nun ihren neuen Frontmann und Ralph Schmidt eine Band, die ihn forderte, zugleich aber auch ungeahnte Möglichkeiten eröffnete. Der Personalwechsel erfolgte mit Konsequenz. Mattias Philipp kam ans Schlagzeug. Andreas Bicking stieg als Keyboarder, Saxophonist und Sänger ein. Und als 1987 die 7.LP unter dem Titel "Taufrisch" erschien, da hieß die Besetzung: Ralph Schmidt (voc), Andraes Bicking (keyb, sax, voc), Michael Lehrmann (g), Axel Schäfer (bg), Frank Schirmer (dr). Auch diese personelle Konstellation wurde von vielen mit Skepsis aufgenommen. Schließlich hatten Rasym und Kurzhals nicht unmaßgeblich das STERN MEIßEN Bild geprägt Das Spiel zwischen Frust und Freude fand erneut statt. Zumal sich Ralph Schmidt als IC in atemberaubender Geschwindigkeit einen Stand beim jugendlichen Publikum ersang, der seinesgleichen suchte.
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